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Fachzeitschriften vor Internet bei B2B-Entscheidern

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Laut der von TNS Emnid durchgeführten „B2B-Entscheideranalyse 2010“ sind Fachzeitschriften mit 85 Prozent die am meisten genutzte Mediengattung bei den 7,2 Millionen Professionellen Entscheidern in Deutschland. Mehr als die Hälfte nimmt Onlineangebote von Fachmedien in Anspruch, rund zwei Drittel haben Kontakt mit Hersteller-Websites, Außendienst und Direktwerbung. Jeder zweite Professionelle Entscheider besucht Fachmessen. Dass besonders crossmediale Fachinformationsangebote bei Professionellen Entscheidern äußerst akzeptiert sind, zeigt das Ergebnis von 91 Prozent für die Nutzung von Print- und Onlineangeboten in Kombination. Damit erreichen die redaktionellen Inhalte und Werbeangebote 91 Prozent der 7,2 Millionen Professionellen Entscheider. Social Media spielt aktuell noch keine Rolle.

Informationsverhalten von B2B Entscheidern

Quelle: Deutsche Fachpresse

Fachmedien bieten Orientierung und unterstützen bei der Kaufentscheidung

Professionelle Entscheider müssen im beruflichen Umfeld regelmäßig Kaufentscheidungen treffen, von günstigen Verbrauchsmaterialien bis hin zu Investitionsgütern in Millionenhöhe. Der Entscheidungsprozess vor einer Kaufentscheidung kann in zwei Phasen unterteilt werden: zum einen in die kontinuierliche Marktinformation, das heißt die Sammlung von Informationen über Angebote und Produkte, zum anderen in die Phase des konkreten Beschaffungsbedarfs. In der Phase der kontinuierlichen Marktinformation sind Fachzeitschriften mit 65 Prozent, so die Studienergebnisse, für Professionelle Entscheider die wichtigste Mediengattung. In der Phase des konkreten Beschaffungsbedarfs unterscheidet die Fragestellung zwischen Investitions- sowie Material-/Verbrauchsgütern, um den Beschaffungsanlass genau zu definieren. Das Ergebnis der „B2B-Entscheideranalyse 2010“: Geht es um die Beschaffung von Investitionsgütern, also langlebigen Wirtschaftsgütern, so haben Fachzeitschriften mit 59 Prozent die größte Bedeutung vor Fachmessen (55%), Hersteller-Websites (57%) und Außendienst (50%); 69 Prozent der Befragten nutzen in dieser Phase Print- und Onlineangebote von Fachmedien. Dabei verfügen Professionelle Entscheider mit durchschnittlich 1,4 Millionen Euro über ein erhebliches Ausgabevolumen. Als Informationsquelle für die konkrete Beschaffung von Verbrauchsgütern teilen sich Fachzeitschriften mit Hersteller-Websites den Spitzenplatz (je 52%).

Professionelle Entscheider schätzen Objektivität und qualifizierte Berichterstattung

Die Studie hat darüber hinaus in einem imagebezogenen Fragenkomplex vier Imagefaktoren in Bezug auf B-to-B-Medien abgefragt. Beim Imagefaktor „Glaubwürdigkeit, Neutralität und Seriosität“ liegen Fachzeitschriften mit 73 Prozent ganz vorne, vor Fachmessen mit 68 Prozent. Wenn es um Anstöße für Investitionsentscheidungen geht, bewerten 63 Prozent der Befragten dies bei Fachzeitschriften als positiv. 78 Prozent erklären, dass Fachzeitschriften neue Entwicklungen und Trends aufzeigen und 74 Prozent, dass sie Markttransparenz schaffen – hier liegen Fachzeitschriften jeweils vor allen anderen Mediengattungen.

Studiendesign

Die Professionellen Entscheider wurden Anfang 2010 in einem mehrstufigen Ansatz ermittelt, u.a. durch 2.629 telefonische Screeninginterviews zur Identifikation der Professionellen Entscheider in der Gruppe der Berufstätigen insgesamt. Im Anschluss hat TNS Emnid in 600 telefonischen Hauptinterviews die Professionellen Entscheider detailliert befragt. Als Professionelle Entscheider werden Berufstätige definiert, die in funktional leitender Position sind oder an Entscheidungen hinsichtlich Anschaffungen oder Lieferanten zumindest bei der Bewertung der Hersteller, Produkte, Marken oder Dienstleister beteiligt sind und ein persönliches Brutto-Einkommen von mindestens 3.000 Euro pro Monat haben.

Die „B2B-Entscheideranalyse 2010“ wurde von TNS Emnid im Auftrag der Deutschen Fachpresse durchgeführt und von einem Projektteam der Kommission Anzeigen-Marketing Fachzeitschriften der Deutschen Fachpresse konzeptionell und inhaltlich betreut.

Wie immer bei solchen Studien: man sollte bei den Ergebnissen im Hinterkopf behalten wer der Auftraggeber ist …

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Juni 24th, 2010
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