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Rückblick Swiss Online Marketing – Social Media eines der Top-Themen

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Mit 1.278 Besuchern knüpfte die Swiss Online Marketing 2010 an das erfolgreiche Debüt im Vorjahr an. Das umfangreiche Vortragsprogramm wurde in diesem Jahr stark von den Themen Social Media Marketing und Twitter geprägt, bot den Fachbesuchern und Fachbesucherinnen jedoch auch konkrete Tipps für erfolgreiches E-Mail-Marketing, Webcontrolling sowie Webseiten- und Suchmaschinenoptimierung. Die 62 Aussteller zeigten sich mit der jungen und lebendigen Messe sehr zufrieden.

Impressionen Swiss Online Marketing

„Das Informationsmonopol der klassischen Medien ist Geschichte“, statuierte Keynote-Speaker Sacha Wigdorovits in seinem Vortrag am ersten Messetag. Aus der Sicht des Medienexperten laufen Social Media Plattformen den Medien mittlerweile den Rang ab und spielen eine zentrale Rolle bei der Verbreitung von Informationen. Mit seinen mehr als 2 Millionen Nutzern sei Facebook in der Schweiz bereits die grösste Informationsplattform. Die Berichterstattung über das Erdbeben in Haiti oder die Geburt der Zwillinge von Roger Federer habe zu grossen Teilen auf Informationen zurückgegriffen, die Nutzer auf Facebook oder Twitter zur Verfügung gestellt haben. „Social Networks werden in Zukunft noch wichtiger für Kommunikation und Marketing sein als sie es heute schon sind“, so Wigdorovits. Unternehmen müssten sie in ihre Kommunikationsstrategie integrieren und sich aktiv am Dialog mit ihren Kunden beteiligen. Denn sonst bestimmten andere das Unternehmensimage im Netz.

„Eine zündende Idee, die sich von selbst weiterverbreitet“ stand im Mittelpunkt des Best-Practice-Vortrages von Nicole de Bruyn, Marketing Officer der Fiat Group Automobiles Switzerland SA, und Björn Schneider, Head of OgilvyInteractive. Die Referenten stellten die gemeinsame Social Media Kampagne zur Einführung des Alfa MiTo vor, in der Facebook-User gefragt wurden, was sie Verrücktes tun würden, um einen MiTo zu gewinnen. Die Ideen und Aktivitäten der teilnehmenden Facebook-Nutzer generierten grosses Interesse bei der Zielgruppe der 18- bis 34-Jährigen sowie eine ausführliche Berichterstattung in den Medien. Lehren aus der Kampagne seien, dass das Konzept stimmen und den Usern etwas Unterhaltsames bieten müsse. Zudem seien Flexibilität, Disziplin sowie Zeit und Aufmerksamkeit nötig, um umgehend – auch auf Unvorhergesehenes – reagieren zu können.
Ähnliche Erfahrungen teilte auch Dirk Rockendorf, Head of eBusiness bei Continental, mit dem Fachpublikum. Die Frage sei nicht mehr, ob Unternehmen Soziale Netzwerke nutzen sollten, sondern wie ihre Social Media Strategie aussehe, so der Experte. Die müsse je nach Unternehmen und Produkt individuell erarbeitet werden. Wichtig sei es, auf der einen Seite die ungeschriebenen Gesetze der Social Communities einzuhalten und auf der anderen Seite seine eigenen Ziele, Zielgruppen und Ressourcen zu berücksichtigen. Die Umstellung von der Einwegkommunikation zum öffentlichen Dialog mit dem Kunden erfordere ein Umdenken, konstatierte auch Social Media Experte Dr. Peter Hogenkamp. Die Entwicklung gehe weg von der statischen Unternehmenswebseite mit einigen ausgefeilten Pressemitteilungen hin zum „Newsfeed-Denken“. Unternehmen sollten den News-Bereich ihrer Homepage beständig mit kurzen Texten aktualisieren und vorhandene Inhalte auch in Soziale Netzwerke einstellen. Diese Inhalte sollten für den Leser nützlich und attraktiv sein, kompetent präsentiert werden und zum Weitersagen animieren.

Dirk Rockendorf auf der Swiss Online Marketing

Dirk Rockendorf auf der Swiss Online Marketing

Dass diese Aspekte für erfolgreiches E-Mail-Marketing genauso Gültigkeit haben, erläuterte Maya Reinshagen, CEO von Mayoris in ihrem Vortrag. Denn auch bei der Planung eines Newsletters gelte es, die Bedürfnisse der Empfänger im Auge zu behalten. Der Inhalt müsse relevant und von echtem Nutzen für den Leser sein, erklärte Reinshagen. „Killer“ in der Beziehung zum Newsletter-Abonnenten seien vor allem zu lange Texte, zu viel Werbung, formale oder technische Fehler, schlechtes Layout oder Benutzerführung. Um in der Mailbox und im Kopf des Lesers anzukommen, sei vor allem ein wertvoller Inhalt nötig. Jedoch müsse auch die technische Seite stimmen. „Must-haves“ aus der Sicht der E-Mail-Marketing-Expertin sind ein stringenter An- und Abmeldeprozess, die automatische Entfernung ungültiger E-Mail-Adressen, der Versand als HTML und Plain Text, Test-Versand, Personalisierung sowie Auswertungsmöglichkeiten, auf welche Links die Leser geklickt und welche Themen sie interessiert haben.

Michael Vogel, Country Manager D/A/CH von Emailvision, stellte den Fachbesuchern vor allem die technischen Instrumente vor, die Unternehmen zu einer erfolgreichen E-Mail-Kundenbindung zur Verfügung stehen. Er empfahl, Betreffzeilen, Absendernamen oder Bilder mithilfe eines Testverteilers kontinuierlich zu testen. Dadurch würde deutlich, was bei den Lesern gut ankomme. Nach der Auswertung könnte man jeweils die erfolgreicheren Varianten an den Gesamtverteiler schicken. Innovativ sei es auch, wenn das Profil eines Kunden sich über das Tracking seiner Bewegungen auf der Webseite automatisch ändere, so dass man ihm entsprechend seiner Interessen genauere Angebote schicken und für ihn besonders relevante Themen in der E-Mail zuoberst anzeigen könne. Mit diesen und anderen technischen und strategischen Massnahmen stiegen sowohl die Öffnungs- als auch Konversionsrate.

Angesichts des positiven Feedbacks der Besucher und Aussteller blickt der Messeveranstalter schon voller Optimismus auf die Swiss Online Marketing 2011. „Der Schweizer Online-Markt wächst und viele Themen sind in Bewegung“, resümierte Silja Markus, die neue Projektleiterin der Swiss Online Marketing beim Veranstalter spring Messe Management. „Wir freuen uns darauf, den Austausch zwischen Experten und werbetreibenden Unternehmen auch weiterhin zu fördern.“ Die dritte Ausgabe der Swiss Online Marketing findet am 30. und 31. März 2011 im Puls 5 in Zürich statt.

Impressionen Swiss Online Marketing (2)

Weitere Informationen zur Swiss Online Marketing sind unter www.swiss-online-marketing.ch zu finden.

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April 1st, 2010
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3 Responses to “Rückblick Swiss Online Marketing – Social Media eines der Top-Themen”

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    […] Rückblick Swiss Online Marketing – Social Media eines der Top … […]

  3. eigene Webseite Says:

    Cool! Danke